Form und Größe der Brustwarze prägen das Erscheinungsbild der Brust mit. Sie sind meist angeboren, können sich aber durch Schwangerschaft, Stillzeit oder starke Gewichtsschwankungen verändern. Zwei Befunde lassen sich mit einem kleinen Eingriff korrigieren: Schlupfwarzen und zu große Brustwarzen.
Geht es Ihnen um einen zu großen Warzenhof, finden Sie die passenden Informationen auf der Seite zur Brustwarzenhofverkleinerung.
Schlupfwarzenkorrektur
Bei einer Schlupfwarze (auch Hohlwarze) ist die Brustwarze nach innen eingezogen statt nach außen gerichtet. Ursache sind zu kurz angelegte, narbig verkürzte Stränge unter der Brustwarze, die sie nach innen ziehen. Das kann angeboren sein oder nach einer Stillzeit auftreten.
Über einen kleinen Schnitt werden diese Stränge durchtrennt, sodass sich die Brustwarze nach außen aufrichten kann.
Brustwarzenverkleinerung
Zu lange oder zu kräftige Brustwarzen können nicht nur als störend empfunden werden, sondern auch an der Kleidung reiben und dadurch Entzündungen begünstigen. Bei der Verkleinerung wird überschüssiges Gewebe entfernt und die Brustwarze auf eine passende Größe gebracht.
Stillfähigkeit: eine ehrliche Vorbemerkung
Bei beiden Eingriffen ist die Stillfähigkeit mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr gegeben. Das gilt besonders für die Schlupfwarzenkorrektur: Die narbigen Stränge, die die Brustwarze nach innen ziehen, müssen vollständig durchtrennt werden, und genau in diesen Strängen verlaufen die Milchgänge. Ohne diese Durchtrennung lässt sich eine Schlupfwarze nicht dauerhaft beheben.
Wenn Sie noch stillen möchten, sprechen Sie das im Beratungsgespräch an. In manchen Fällen ist es sinnvoll, den Eingriff zu verschieben.
Ablauf
In der Regel genügt eine örtliche Betäubung, bei beiden Varianten. Der Eingriff findet dennoch in einem vollwertigen Operationssaal statt und dauert etwa eine Stunde. Sie gehen noch am selben Tag nach Hause.
Nach dem Eingriff
Die Kontrolltermine liegen bei zwei Wochen nach der Operation und noch einmal nach einem Jahr.
Arbeitsfähig sind die meisten Patientinnen und Patienten nach ein bis zwei Wochen. Auf Sport verzichten Sie für zwei Wochen. Eine Kompression ist nach diesem Eingriff nicht nötig.
Warum es keine Vorher-nachher-Bilder gibt
Sie finden auf dieser Seite keine Vorher-nachher-Fotos, und auch im Beratungsgespräch zeigt Dr. Özdemir keine. Jeder Befund ist anders; das Ergebnis einer anderen Person sagt nichts darüber aus, was bei Ihnen zu erwarten ist. Stattdessen erhalten Sie nach der Untersuchung eine ehrliche Einschätzung zu Ihrem eigenen Befund.
