Große, schwere oder asymmetrische Brüste können den Alltag erheblich einschränken. Häufig sind es Nacken- und Rückenschmerzen, eine überlastete Wirbelsäule und Haltungsschäden. Manche Brüste sind so schwer, dass die BH-Träger in die Schulter einschneiden und Furchen hinterlassen. Sport wird mühsam, und in der Unterbrustfalte kommt es zu Reizungen und Ekzemen.
Wie groß eine Brust ist, sagt für sich genommen nichts über Behandlungsbedarf. Entscheidend ist das Verhältnis zum Körperbau und ob körperliche Beschwerden hinzukommen. Stehen Größe und Gewicht der Brust nicht mehr im Verhältnis zum Körper, lautet der medizinische Fachbegriff „Makromastie". Durch altersbedingte Veränderungen, eine Schwangerschaft oder starke Gewichtsschwankungen verlieren Brüste zusätzlich an Spannkraft.
Mit einer Brustverkleinerung (Mammareduktion) lässt sich die Oberweite verringern und die Brust neu formen. Der Eingriff nimmt das Gewicht von Schultern und Wirbelsäule und ist einer der aufwendigeren Eingriffe der plastischen Chirurgie.
Individuelles Beratungsgespräch mit Dr. Özdemir
Im Gespräch klärt Dr. Özdemir, welches Ergebnis bei Ihren körperlichen Voraussetzungen zu erwarten ist und ob eine Verkleinerung, eine Bruststraffung (Mastopexie) oder eine Kombination beider Verfahren zu Ihrem Befund passt. Liegen Asymmetrien vor, bespricht er, wie sie ausgeglichen werden können.
Er informiert Sie über den Operationsablauf, über Risiken und mögliche Komplikationen sowie über die Kosten. Die Ordination ist eine reine Privatordination, es besteht kein Kassenvertrag.
Welche Schnitttechniken gibt es?
Für die Brustverkleinerung und die Bruststraffung stehen drei Schnittführungen zur Verfügung, benannt nach dem Verlauf ihrer Narben. Welche in Frage kommt, hängt vor allem davon ab, wie viel Haut überschüssig ist und wie weit der Warzenhof angehoben werden muss.
Die O-Technik (zirkuläre Methode) hinterlässt nur eine Narbe um den Warzenhof und eignet sich bei geringem Hautüberschuss. Die I-Technik (Lejour-Methode) ergänzt eine senkrechte Narbe nach unten. Die T-Technik (Anker-Methode) kommt zusätzlich mit einer Narbe in der Unterbrustfalte aus und kann den größten Hautüberschuss aufnehmen.
Die T-Schnitttechnik und der innere BH
Bei ausgeprägten Befunden und größeren Verkleinerungen arbeitet Dr. Özdemir vorzugsweise mit der T-Schnitttechnik. Sie erlaubt zwei Dinge, die narbensparende Verfahren nicht im gleichen Maß leisten: eine genaue Formung der Brust und den Aufbau eines inneren BHs.
Bei kleineren Verkleinerungen und geringerem Hautüberschuss kommen ebenso die I- oder die O-Technik in Frage. Welche Schnittführung zu Ihrem Befund passt, ergibt sich aus der Untersuchung und wird im Beratungsgespräch besprochen.
Was der innere BH ist
Beim inneren BH wird ein Teil des eigenen Brustgewebes deepithelialisiert – die oberste Hautschicht wird abgetragen, das darunterliegende Gewebe bleibt erhalten. Dieses Gewebe wird umgeschlagen und auf Höhe des Brustmuskels vernäht. So entsteht aus körpereigenem Material eine tragende Struktur, die die Brustform von innen stützt.
Der Nutzen zeigt sich erst über die Jahre: Eine Brust, die nur über die Haut gehalten wird, sinkt mit der Zeit wieder ab. Die innere Aufhängung wirkt dem entgegen und trägt zur langfristigen Formstabilität bei.
Stielung der Brustwarze
Die Brustwarze bleibt bei diesem Vorgehen mit dem darunterliegenden Gewebe verbunden – sie wird nicht abgetrennt und wieder aufgesetzt. Dr. Özdemir arbeitet mit einer mediokranialen Stielung: Der Gewebestiel, über den die Brustwarze mit Blut versorgt wird und der ihre Nerven führt, verläuft nach innen oben. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Durchblutung, Empfindung und (soweit möglich) die Stillfähigkeit erhalten bleiben.
Wie viel Gewebe entfernt wird
Die Menge lässt sich vorher nicht seriös festlegen. Entscheidend ist die Formung während der Operation: Die Brust wird an den Körper angepasst, nicht an eine vorher festgelegte Grammzahl. Zu viel entferntes Gewebe geht auf Kosten der Form, zu wenig lässt die Beschwerden bestehen. Diese Abwägung trifft Dr. Özdemir am Operationstisch.
Ablauf der Operation
Die Operation erfolgt in Vollnarkose in einer Wiener Privatklinik und dauert je nach Umfang bis zu vier Stunden. Anschließend bleiben Sie mindestens zwei Nächte stationär.
Am Ende der Operation werden zwei Drainagen eingelegt, je eine pro Brust. Sie leiten Wundflüssigkeit ab. Wann sie gezogen werden, hängt von der Fördermenge ab: Bei manchen Patientinnen geschieht das noch vor der Entlassung, andere gehen mit den Drainagen nach Hause und bekommen sie in den Tagen darauf entfernt, sobald die Menge zurückgeht.
Alle Fäden lösen sich von selbst auf. Ein Fädenziehen entfällt.
Nach der Brustverkleinerung
Für sechs Wochen tragen Sie Tag und Nacht einen Kompressions-BH. Er stützt die neue Form, während das Gewebe verheilt. Danach können Sie auf einen Sport-BH umsteigen, solange dieser keine Metallbügel hat.
Die Kontrolltermine sind fest getaktet:
- zwei bis drei Tage nach der Entlassung, sofern noch Drainagen liegen
- nach etwa zwei Wochen, dann werden die Steri-Strips um den Warzenhof entfernt
- nach sechs Wochen
- nach drei Monaten
- nach einem Jahr zur Abschlusskontrolle
Arbeitsfähig sind die meisten Patientinnen nach etwa zehn Tagen. Sauna, Solarium und Sport ruhen, bis die Kompressionsphase abgeschlossen ist. Das endgültige Ergebnis lässt sich nach sechs bis zwölf Monaten beurteilen, wenn die Schwellung vollständig zurückgegangen ist und die Narben ausgereift sind.
Narben
Die T-Schnitttechnik hinterlässt sichtbare Narben. Das gehört zu diesem Eingriff und wird im Beratungsgespräch offen besprochen. Anfangs sind die Narben gerötet und deutlich erkennbar; über Monate verblassen sie und werden flacher und heller. Wie gut sie ausreifen, hängt auch von Ihrer Veranlagung und von der Narbenpflege ab.
Voraussetzungen für ein gutes Ergebnis
Einige Punkte entscheiden mit darüber, ob das Ergebnis dauerhaft trägt:
- Rauchstopp vor und nach der Operation. Nikotin verschlechtert die Durchblutung und damit die Wundheilung; bei diesem Eingriff ist das der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor.
- BMI unter 32 als Richtwert, ein Punkt darüber oder darunter ist im Einzelfall vertretbar.
- Abgeschlossene Familienplanung. Eine Schwangerschaft verändert die Brust erneut.
- Stabiles Gewicht: das angestrebte Gewicht erreicht und mindestens sechs Monate gehalten. Spätere starke Gewichtsschwankungen verändern die Form wieder.
Nicht operiert wird bei einer Blutverdünnung, die nicht abgesetzt werden kann – etwa nach Lungenembolie, Schlaganfall oder Herzinfarkt – sowie bei ausgeprägter Adipositas. In diesen Fällen wiegt das Operationsrisiko schwerer als der Nutzen.
Warum es keine Vorher-nachher-Bilder gibt
Sie finden auf dieser Seite keine Vorher-nachher-Fotos, und auch im Beratungsgespräch zeigt Dr. Özdemir keine. Der Grund ist einfach: Jede Brust ist anders. Ausgangsbefund, Gewebebeschaffenheit, Hautspannung und Körperbau unterscheiden sich von Patientin zu Patientin so deutlich, dass das Ergebnis einer anderen Frau nichts darüber aussagt, was bei Ihnen zu erwarten ist. Solche Bilder wecken Erwartungen, die sich auf den eigenen Körper nicht übertragen lassen.
Was Sie stattdessen bekommen: eine Untersuchung Ihres Befundes und eine ehrliche Einschätzung, welches Ergebnis bei Ihnen realistisch ist – auch dann, wenn diese Einschätzung von Ihrer Vorstellung abweicht.



