Eine von Natur aus kleine Brust, ein Volumenverlust nach Schwangerschaft und Stillzeit oder eine deutliche Asymmetrie zwischen beiden Seiten sind die häufigsten Gründe für eine Brustvergrößerung. Wie stark eine Brust ausgeprägt ist, hat für sich genommen keinen Krankheitswert; ob ein Eingriff sinnvoll ist, entscheidet sich am persönlichen Empfinden und am Befund.
Bei der operativen Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) wird das Volumen mit einem Implantat aufgebaut. Sie zählt zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen der ästhetischen Chirurgie.

Gründe für eine Brustvergrößerung
- genetisch bedingt kleines Brustvolumen
- Volumenverlust nach Schwangerschaft und Stillzeit
- Volumenverlust nach starker Gewichtsabnahme
- Asymmetrie zwischen den Brüsten
- Wiederaufbau nach Unfall oder Brustkrebs
Hängt die Brust zugleich deutlich nach unten, reicht ein Implantat allein oft nicht aus. Dann kommt eine Kombination mit einer Bruststraffung in Frage. Ist genügend eigenes Drüsengewebe vorhanden, kann eine reine Straffung die bessere Lösung sein, weil sie ohne Fremdkörper auskommt.
Beratungsgespräch zur Brustvergrößerung
Im Gespräch untersucht Dr. Özdemir Ihren Befund: wie viel eigenes Drüsengewebe vorhanden ist, wie die Haut beschaffen ist und wie Ihre Proportionen sind. Daraus ergibt sich, welche Implantatlage und welche Größe zu Ihnen passen.
Er informiert Sie über den Operationsablauf, über Risiken und mögliche Komplikationen sowie über die Kosten. Die Ordination ist eine reine Privatordination, es besteht kein Kassenvertrag.
Die Implantate
Dr. Özdemir verwendet runde Implantate von etablierten Herstellern. Sie sind mit formbeständigem Silikongel gefüllt und haben eine mehrschichtige, auslaufsichere Hülle.
Wie die Größe festgelegt wird
Die Größe wird nicht am Bildschirm bestimmt, sondern in der Ordination anprobiert. Mit Probeimplantaten im BH sehen Sie unter Ihrer Kleidung, wie sich verschiedene Volumina auf Ihre Silhouette auswirken. Aus diesem Eindruck und den Maßen Ihres Brustkorbs ergibt sich gemeinsam die Größe, die zu Ihren Vorstellungen und zu Ihrem Körper passt.
Wohin das Implantat kommt
Ob das Implantat vor oder hinter den Brustmuskel gesetzt wird, entscheidet vor allem, wie viel eigenes Drüsengewebe vorhanden ist.
Ist ausreichend Drüsengewebe da, setzt Dr. Özdemir das Implantat bevorzugt vor den Brustmuskel. Das eigene Gewebe deckt das Implantat dann ausreichend ab, und der Muskel bleibt unberührt.
Ist wenig Drüsengewebe vorhanden, kommt das Implantat hinter den Brustmuskel. Der Muskel legt sich über den oberen Anteil des Implantats und sorgt für einen weicheren Übergang, damit sich die Implantatkante am Dekolleté nicht abzeichnet.



Der Zugang
In den allermeisten Fällen erfolgt der Schnitt in der Unterbrustfalte. Er liegt dort in einer natürlichen Falte verborgen, das Infektionsrisiko ist gering, und der Zugang gibt beim Formen der Implantathöhle die beste Übersicht.
Grundsätzlich sind auch ein Zugang über die Achselhöhle oder am unteren Rand des Warzenhofs möglich.



Ablauf der Operation
Die Operation erfolgt in Vollnarkose und dauert etwa ein bis eineinhalb Stunden. Sie ist ambulant möglich; wenn Sie es ruhiger angehen möchten oder der Eingriff aufwendiger war, bleiben Sie eine Nacht.
Drainagen sind meist nicht nötig. Liegt das Implantat hinter dem Muskel, werden sie häufiger eingelegt. Die Fäden lösen sich von selbst auf.
Nach der Brustvergrößerung
Für sechs Wochen tragen Sie Tag und Nacht einen Kompressions-BH, dazu einen Stuttgarter Gürtel: ein Band oberhalb der Brust, das die Implantate in ihrer Position hält, solange die Kapsel sich bildet. Ohne dieses Band können Implantate nach oben wandern.
Die Brust fühlt sich anfangs fest an und sitzt höher als später. Das ist normal: Die Schwellung geht zurück, das Gewebe entspannt sich, und das Implantat setzt sich über Wochen an seinen endgültigen Platz. Das Ergebnis lässt sich nach etwa sechs Monaten beurteilen.
Kapselfibrose
Um jeden Fremdkörper im Körper bildet sich eine Kapsel aus Bindegewebe, das ist eine normale Reaktion. Zieht sich diese Kapsel zusammen und verhärtet, spricht man von einer Kapselfibrose. Dieses Risiko besteht bei jedem Implantat und lässt sich nicht vollständig ausschließen.
Die Ausprägung wird in vier Stadien eingeteilt. Die ersten Stadien sind unauffällig oder nur tastbar und werden nicht operiert. Erst wenn die Brust sichtbar verformt ist oder Beschwerden verursacht, ist ein Eingriff angezeigt. Welches Stadium bei Ihnen vorliegt und ob eine Behandlung nötig ist, bespricht Dr. Özdemir bei den Kontrollen.
Wie lange halten Implantate?
Die Hersteller begrenzen ihre Angaben auf etwa zehn Jahre. Das bedeutet nicht, dass ein Implantat nach zehn Jahren zwingend gewechselt werden muss. Sind Sie beschwerdefrei, ist der Befund unauffällig und das Ergebnis unverändert, kann das Implantat auch darüber hinaus bleiben. Umgekehrt kann ein Wechsel früher nötig werden, etwa bei einer ausgeprägten Kapselfibrose. Entscheidend ist der Befund, nicht der Kalender.
Brustvergrößerung mit Eigenfett (Lipofilling)
Bei einem geringen gewünschten Volumenzuwachs ist die Vergrößerung mit Eigenfett eine Alternative. Dabei wird Fett aus einer anderen Körperregion abgesaugt, aufbereitet und in die Brust eingebracht. Es kommt ohne Fremdmaterial aus, der Zuwachs fällt jedoch deutlich geringer aus als mit einem Implantat, und ein Teil des eingebrachten Fetts baut sich wieder ab.

Warum es keine Vorher-nachher-Bilder gibt
Sie finden auf dieser Seite keine Vorher-nachher-Fotos, und auch im Beratungsgespräch zeigt Dr. Özdemir keine. Ausgangsbefund, Gewebe, Hautbeschaffenheit und Körperbau unterscheiden sich so stark, dass das Ergebnis einer anderen Patientin nichts über Ihres aussagt. Was Sie stattdessen bekommen: eine Untersuchung Ihres Befundes, Probeimplantate zum Anprobieren und eine ehrliche Einschätzung, welches Ergebnis bei Ihnen realistisch ist.
