Narben entstehen durch Hautverletzungen, die durch Unfälle, Verbrennungen oder Operationen ausgelöst werden können. Narbenbildung ist ein wesentlicher Bestandteil der Wundheilung, und im Idealfall entwickelt sich eine Narbe gleichmäßig und verblasst im Laufe der Zeit. Entzündungen oder gestörte Wundheilungsprozesse können jedoch dafür verantwortlich sein, dass sich Narben unschön und auffällig entwickeln.
Narbengewebe ist meistens härter und weniger elastisch als das umgebende gesunde Hautgewebe, zudem auch anders gefärbt. Darüber hinaus können Narben Spannungsgefühl, Juckreiz und Schmerzen bis hin zu Bewegungseinschränkungen verursachen. Wenn sie sich an für jeden sichtbaren Stellen wie Gesicht und Händen befinden, stellt das für die Betroffenen ein schwerwiegendes ästhetisches Problem dar und kann zu extremer psychischer Belastung führen.
Darum sollten Sie sich in diesem sensiblen Bereich nur von Spezialisten operieren lassen. Dr. Özdemir verfügt über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Korrektur auffälliger Narben und stellt das natürliche Aussehen und die Funktion Ihres Gesichtes wieder her.
Wie bilden sich Narben?
Oberflächliche Wunden, bei denen keine tieferen Schichten der Haut verletzt wurden, heilen ohne Narben ab. Bei tiefergehenden Verletzungen resultiert die Wundheilung dagegen in einer Narbe. Somit ist eine Narbe das Ergebnis einer erfolgreichen Wundheilung und gewährleistet, dass die Hautoberfläche wieder intakt ist und dadurch tiefere Gewebeschichten vor äußeren Einflüssen geschützt sind.
Bei diesem Heilungsprozess wird anstelle von unversehrter Haut eine Art Ersatzgewebe gebildet, das eine einfachere Struktur hat als die unverletzte Haut. Es ist schlechter durchblutet sowie weniger dehnbar und belastbar als die sie umgebende Haut. Außerdem besitzt Narbenhaut keine Pigmente, darum ist sie heller als ihre Hautumgebung. Ebenso kann sie keine Haare und Schweißdrüsen mehr bilden.
In Abhängigkeit zur Art der Wunde und dem Heilvermögen der Haut können sich kaum sichtbare oder auffälligere Narben bilden. Neben dem ästhetischen können sie aber auch zu einem funktionellen Problem werden, wenn sie nämlich ein Gefühl der Spannung, Schmerzen und Juckreiz hervorrufen oder sogar die Beweglichkeit einschränken.
Es gibt verschiedene Arten von Narben, im wesentlichen unterscheidet man zwischen:
Normalen (gewöhnlichen) Narben:
Sie entstehen bei jeder Verletzung der Hautbarriere. Bei einer komplikationslosen Wundheilung sind diese Narben nach einigen Monaten oder Jahren kaum noch erkennbar.

Hypertrophen (erhabenen) Narben:
Sie entstehen durch übermäßige Bildung von Bindegewebe während des Heilungsprozesses. Meistens sind diese Narben rot und heben sich wulstig von der übrigen Haut ab.

Atrophen (eingesunkenen) Narben:
Sie entstehen dagegen durch zu wenig Bindegewebe während des Heilungsprozesses und sind als Delle gegenüber dem umliegenden Gewebe erkennbar. Hierzu zählen vor allem Aknenarben. Akne ist eine entzündliche Hauterkrankung, die das Bindegewebe in der Lederhaut schädigen und so zu vielen kleinen lokal begrenzten Gewebeverkleinerungen führen kann. Die darüber liegenden Hautschichten verlieren an Halt und fallen ein. So entstehen die optisch eingesunkenen Aknenarben, die bei den Betroffenen meistens großes psychisches Leid verursachen.

Wann ist eine operative Korrektur mit einer Narbenbehandlung Wien sinnvoll?
Ob für Sie eine operative Korrektur Ihrer Narben bei Dr. Özdemir sinnvoll ist, hängt in erster Linie davon ab, wie groß die Beeinträchtigung durch Ihre Narben für Sie persönlich ist.
Oftmals haben sich Menschen an Narben, die schon sehr lange bestehen, gewöhnt. Sie werden so hingenommen, manchmal auch aus dem Unwissen heraus, dass die Narben leicht zu entfernen oder zu reduzieren wären.
Bei vielen Menschen verursachen die Narben aber tiefergehende Probleme, bei denen Ihr Arzt Ihnen zu einer Narbenkorrektur raten wird:
- Wenn Ihr Selbstwertgefühl durch die störende Narbe stark beeinträchtigt ist: Das ist meistens der Fall, wenn sie sich an einer exponierten Stelle wie Gesicht, Hals und Händen befindet.
- Falls die Narbe körperliche Beschwerden wie Schmerzen, Juckreiz und Spannungsgefühl sowie Bewegungsbeeinträchtigung verursacht. Letzteres kommt oft bei Narben an Extremitäten oder Hals vor, wenn die Dehnbarkeit der Haut zum Beispiel über den Gelenken nicht mehr gegeben ist. Dies ist oft nach schweren Verbrennungen der Fall.
- Wenn die Narben dazu neigen, immer wieder zu reißen und offene Wunden hervorrufen (instabile Narben).
- Falls sich die Narbe verändert: Manchmal wächst deren Gewebe übermäßig und bleibt nicht auf den Narbenbereich beschränkt, sondern wuchert weit über die gesunde umliegende Haut hinaus (Keloide).
Ihr Beratungsgespräch bei Dr. Özdemir für eine Narbenbehandlung Wien
Die Entscheidung, ob Sie sich einer Narbenbehandlung unterziehen, liegt letztendlich bei Ihnen. Während eines individuellen Beratungsgesprächs bei Dr. Özdemir wird er Sie nach einer Voruntersuchung über Möglichkeiten und Grenzen sowie alle Risiken des Eingriffs informieren. Wenn Sie Ihre Entscheidung getroffen haben, wird er mit Ihnen besprechen, welches chirurgische Verfahren in Abhängigkeit von der Art Ihrer Narbe bei Ihnen angewendet wird.
Welche chirurgischen Möglichkeiten einer Narbenbehandlung Wien gibt es?
Die Plastische Chirurgie bietet ein breites Spektrum an Verfahren zur Narbenkorrektur. Dr. Özdemir verfügt über langjährige Erfahrung in den verschiedenen chirurgischen Methoden.
Bei unkomplizierten Fällen wird die Narbe zunächst vollständig entfernt. Dann näht Dr. Özdemir die Wundränder in mehreren Schichten neu aneinander. Dabei bedient er sich besonderer Schnitt- und Nahttechniken, die einen schönen Wundverschluss ohne Spannung der Haut ermöglichen.
Bei großflächigen Narben, zum Beispiel durch Verbrennungen, können Gelenke, Sehnen und Muskulatur in ihrer Funktion eingeschränkt sein. Dann wendet Dr. Özdemir eine Nahlappenplastik an. Dabei wird die Hautoberfläche zunächst mit mehreren Schnitten erweitert. Danach wird durch eine Gewebeverschiebung benachbarte gesunde Haut verlagert, so dass der Defekt anschließend gedeckt ist.
Bei instabilen Narben, die nicht abheilen und sich immer wieder infizieren, wird zuerst das instabile Areal entfernt und dann eine oberflächliche Hautschicht von einer anderen Körperstelle in den Narbendefekt transplantiert. An der Entnahmestelle heilt die Haut wie bei einer Schürfwunde ab.
Bei unkomplizierten Fällen kann die Narbenkorrektur ambulant in örtlicher Betäubung vorgenommen werden. Der Eingriff dauert dann etwa 30 Minuten, und Sie können danach nach Hause gehen. Bei großen Narbenarealen erfolgt eine Vollnarkose mit einem stationären Aufenthalt von ein bis zwei Tagen. Bei der Korrektur von ausgeprägten Narbenarealen oder bei Hautverpflanzungen können manchmal auch mehrere Eingriffe notwendig sein.
Wie verhalte ich mich nach einer Narbenbehandlung Wien?
Nach dem Eingriff werden leichte Wundverbände angelegt. Die Nähte werden nach einer Operation im Gesicht nach 4 bis 6 Tagen entfernt, an anderen Körperstellen nach 5 bis 10 Tagen. Bis die Fäden entfernt sind, sollte die Wunde nicht mit Wasser in Kontakt kommen.

Nach der Entfernung des Nahtmaterials beginnen Sie mit der Nachbehandlung, die je nach Narbensituation 6-12 Monate dauern kann. Dr. Özdemir wird Ihnen dazu verschiedene Empfehlungen geben. Dies können Narbensalben, Narbenmassagen oder spezielle Pflaster sein, die die Spannung der Wunde vermindern und die Sie nach seiner Anweisung anwenden sollten. In manchen Fällen ist auch eine Druckbehandlung mit Kompressionsverbänden oder -wäsche notwendig. Dies hat einen starken Einfluss auf das spätere Narbenbild. Ein wesentlicher Faktor für ein gutes OP-Ergebnis ist die regelmäßige Kontrolle der Wundheilung durch Ihren Arzt.
Für 1 bis 2 Wochen nach dem Eingriff können Schwellungen und Schmerzen im operierten Areal auftreten. Bis zur Abheilung aller Wunden dauert es je nach Korrektur 2 bis 4 Wochen.
Wie lange man sich nach der Narbenkorrektur schonen muss, hängt vom operierten Areal und anderen Faktoren ab. Alltägliche, sanfte Bewegungen können Sie schon nach wenigen Tagen machen, auf Sport sollte jedoch für einige Wochen verzichtet werden. Vor allem Bewegungen, die die Haut im operierten Areal dehnen, sollten unbedingt vermieden werden.
Die Narbe darf, solange Sie noch gerötet ist, keinerlei Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden, und auch danach sollten Sie einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Sonnenlicht hat einen negativen Einfluss auf das spätere Narbenbild – es kann zu Pigmentverschiebungen kommen, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen.
Welche Risiken birgt eine Narbenkorrektur?
Die Narbenkorrektur ist meist ein kleiner Eingriff, aber kein risikofreier. Das Wichtigste vorab: Eine Narbe lässt sich nicht entfernen, nur verbessern. Die Korrektur ersetzt eine auffällige Narbe durch eine neue, die feiner, flacher und günstiger gelegen sein soll. Dr. Özdemir geht die Risiken im Beratungsgespräch einzeln durch:
Die neue Narbe. Wer zu wulstigen Narben oder Keloiden neigt, kann auch nach der Korrektur wieder eine auffällige Narbe entwickeln. Diese Neigung ist angeboren und lässt sich nicht vollständig ausschalten, nur durch Nachbehandlung mit Silikon, Druck oder Kortison eindämmen. Bei Keloiden ist ein Rückfall auch nach sorgfältiger Behandlung möglich.
Wundheilungsstörung. Steht die Wunde unter Spannung, etwa über Gelenken oder bei großen Narbenarealen, können die Wundränder auseinanderweichen. Dann verbreitert sich die neue Narbe. Rauchen und Sonne verschlechtern die Heilung deutlich.
Farbunterschiede. Die neue Narbe ist zunächst gerötet und kann sich später heller oder dunkler färben als die Umgebung. Sonnenlicht in den ersten Monaten verstärkt das.
Gefühlsstörungen. Rund um die Narbe kann das Hautgefühl vorübergehend vermindert oder überempfindlich sein; meist bildet sich das zurück.
Nachblutung und Infektion. Wie bei jedem Eingriff möglich, bei kleinen Korrekturen selten, bei Hautverpflanzungen häufiger. Bei einer Hautverpflanzung kann das Transplantat teilweise nicht anwachsen und muss nachbehandelt werden.
Narkoserisiko. Große Korrekturen erfolgen in Vollnarkose mit den allgemeinen Narkoserisiken, die der Anästhesist im Vorgespräch erläutert.
Ergebnis. Das Endergebnis lässt sich erst nach der Narbenreifung beurteilen, also nach etwa einem Jahr. Wer in den ersten Wochen eine unauffällige Narbe erwartet, wird enttäuscht: Sie ist zunächst rot und erhaben und wird erst mit der Zeit blass.
Gibt es Alternativen zur operativen Narbenkorrektur?
Nicht jede Narbe braucht ein Skalpell. Dr. Özdemir empfiehlt bei frischen oder nur leicht auffälligen Narben zuerst die konservativen Wege:
Silikon und Druck. Silikonpflaster oder -gel über mehrere Monate flachen erhabene Narben ab und sind die erste Maßnahme bei hypertrophen Narben. Bei großflächigen Narben nach Verbrennungen kommt Kompressionswäsche dazu.
Kortison. Wulstige Narben und Keloide können mit Kortison unterspritzt werden. Meist sind mehrere Sitzungen nötig; das Gewebe wird weicher und flacher.
Microneedling und Laser. Bei eingesunkenen Narben, etwa Aknenarben, regen Microneedling oder fraktionierter Laser die Neubildung von Bindegewebe an und glätten die Oberfläche. Rötungen und Farbunterschiede lassen sich mit Laser behandeln.
Nichts tun. Narben verblassen über ein bis zwei Jahre von selbst. Bei einer frischen Narbe ist Abwarten oft die beste Entscheidung; eine Korrektur wird in der Regel frühestens nach zwölf Monaten geplant, wenn die Reifung abgeschlossen ist.
Die Operation ist der richtige Weg, wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, wenn die Narbe die Bewegung einschränkt oder wenn sie instabil ist und immer wieder aufreißt.
