Viele Menschen, vor allem Frauen, wünschen sich einen wohlgeformten, straffen Po. Oft reichen Ernährung und Sport aber nicht aus, um das Wunschergebnis zu erreichen. Besonders nach einer starken Gewichtsabnahme oder mit zunehmendem Alter stellt sich oft Unzufriedenheit ein, wenn das Weichgewebe des Pos erschlafft und nach unten absinkt.
Bei einer Gesäßstraffung wird überschüssiges Gewebe am Gesäß entfernt, um den Po zu straffen. Wir richten uns hierbei nach Ihren Wunschvorstellungen. Die Gesäßstraffung kann kombiniert mit einer Fettabsaugung durchgeführt werden.
Für wen kommt eine Gesäßstraffung infrage?
Der typische Anlass ist eine starke Gewichtsabnahme. Nach einer Magenoperation oder einer über Jahre durchgehaltenen Diät bleibt häufig ein Hautüberschuss zurück, der sich weder durch Training noch durch Zeit zurückbildet. Auch mit zunehmendem Alter verliert das Gewebe an Spannung und sinkt ab.
Sinnvoll ist der Eingriff, wenn der Hautüberschuss im Vordergrund steht und das Gewicht seit mindestens einem halben Jahr stabil ist.
Wenig sinnvoll ist er, wenn eine weitere Gewichtsabnahme geplant ist — dann entsteht erneut Überschuss. Auch bei einem reinen Volumenwunsch ohne Hautüberschuss ist die Straffung nicht das richtige Verfahren.
Nicht durchgeführt wird der Eingriff bei aktivem Nikotinkonsum 14 Tage vor und nach der Operation, schlecht eingestelltem Diabetes und einigen anderen Vorerkrankungen, die die Wundheilung beeinträchtigen.
Vorbereitung auf die Operation
Blutverdünnende Medikamente wie Acetylsalicylsäure werden nach Rücksprache zwei Wochen vor dem Eingriff abgesetzt. Rauchen verschlechtert die Durchblutung und damit die Wundheilung — Dr. Özdemir bittet darum, den Nikotinkonsum vor und nach der Operation einzustellen.
Da der Eingriff stationär und in Vollnarkose erfolgt, sind je nach Alter und Vorerkrankungen Blutbild, EKG und ein Narkosegespräch nötig.
Ablauf der Gesäßstraffung
Der Eingriff erfolgt stationär und in Vollnarkose. Über einen Schnitt am Übergang vom Gesäß zum Rücken wird in der Regel die überschüssige Haut entfernt (Standardtechnik). Die Narbe verblasst mit der Zeit und kann in Bikiniunterteil oder Badehose gut versteckt werden.
Nach der Operation sollten Sie in den ersten zwei Wochen zur Schonung und Vermeidung einer verbreiterten Narbenbildung möglichst wenig sitzen. Sportliche Aktivitäten sollten für acht Wochen unterbleiben.
Vor dem eigentlichen OP-Termin findet ein Beratungsgespräch statt, in dem wir das gewünschte Resultat besprechen und Risiken abklären können.
Welche Risiken hat eine Gesäßstraffung?
Die Gesäßstraffung ist ein größerer Eingriff als viele annehmen: stationär, in Vollnarkose, mit einer langen Naht in einem Bereich, der beim Sitzen und Gehen ständig unter Spannung steht. Dr. Özdemir bespricht die Risiken vorab im Einzelnen — die wichtigsten sind:
Die Narbe. Sie verläuft quer über den Übergang vom Gesäß zum Rücken und ist lang. Sie lässt sich unter Unterwäsche und Badebekleidung verbergen, aber sie bleibt. Weil die Region beim Sitzen unter Zug steht, kann sie sich verbreitern. Deshalb die Empfehlung, in den ersten zwei Wochen möglichst wenig zu sitzen.
Wundheilungsstörungen. Der Bereich ist durch Sitzen, Reibung und Nähe zur Gesäßfalte anfälliger als andere Körperregionen. Verzögerte Heilung an einzelnen Stellen der Naht kommt vor und verlängert die Nachsorge.
Serome. Unter der gelösten Haut kann sich Wundflüssigkeit ansammeln. Das ist der Grund für die Drainagen nach der Operation. Größere Serome müssen punktiert werden. Die während der Operation eingelegten Drainagen werden je nach Fördermenge entweder schon bei der Entlassung gezogen oder später beim Kontrolltermin in der Ordination.
Nachblutung, Blutergüsse, Infektion. Wie bei jedem größeren Eingriff möglich, eine Nachblutung kann eine erneute Operation erforderlich machen.
Thrombose und Embolie. Bei Operationen in Vollnarkose mit anschließender Schonung ein ernstzunehmendes Risiko. Vorbeugend werden blutverdünnende Spritzen eingesetzt, und frühes Aufstehen ist erwünscht.
Gefühlsveränderungen. Rund um die Naht ist die Haut zunächst taub. Das bessert sich meist über Monate, kann aber in Teilen bestehen bleiben.
Asymmetrie und Nachkorrektur. Beide Seiten heilen nicht immer gleich. Das Ergebnis sowie die Indikation, ob eine Nachkorrektur durchgeführt werden sollte, zeigt sich meist nach einem Jahr.
Gibt es Alternativen zur Gesäßstraffung?
Nichts tun. Ein erschlafftes Gesäß ist kein medizinisches Problem. Wer damit zurechtkommt, braucht keine Operation — und tauscht mit dem Eingriff Hautüberschuss gegen eine dauerhafte Narbe.
Fettabsaugung allein. Wenn nicht die Haut, sondern das Volumen stört und die Hautspannung noch gut ist, kann eine Fettabsaugung ohne Straffung ausreichen. Sie hinterlässt nur kleine Zugangsschnitte.
Training und Gewichtsstabilisierung. Bei leichter Erschlaffung ohne echten Hautüberschuss bringt gezielter Muskelaufbau mehr als eine Operation. Bei einem Hautüberschuss nach starker Gewichtsabnahme hilft Training dagegen nicht.
